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Florians-Gottesdienst des Landkreises Calw am 04.05.2006

Zum Florians-Gottesdienst am St. Florianstag hatte der Arbeitskreis Notfallseelsorge in die Evang. Kirche Calmbach eingeladen.

Cirka 100 Rettungskräfte aus den unterschiedlichen Gruppierungen wie Feuerwehr, Polizei, Deutsches Rotes Kreuz und weitere Gäste die den unterschiedlichen Organisationen eng verbunden sind, waren der Einladung gefolgt. Auch 3 vierbeinige Rettungshelfer besuchten den Gottesdienst.

Nach der anfänglichen Begrüßung und Einleitung in den Ablauf des Gottesdienstes stimmten die Gottesdienstbesucher dem Florians Tag passende Lieder an und lauschten der Solistin, die auf der Empore den Gottesdienst feierlich umrahmte.


Im Mittelpunkt der Andacht stand der Tod der beiden Feuerwehrleute von Tübingen.
In Zusammenarbeit mit dem Kreisbrandmeister und einigen freiwilligen Akteuren entstand ein Auftritt, der den Tag nach dem Unglück von Tübingen Revue passieren lies. Am Mittagstisch trifft sich die Gruppe bestehend aus Mutter von Feuerwehrangehörigen, einem Feuerwehrkamerad, dem Polizisten sowie dem Rettungsdienstmitarbeiter. Kurze Zeit später werden die 12 Uhr Nachrichten verlesen.

Topthema: Der Tod zweier Feuerwehrmänner in Tübingen.
Angespannte Gesichter! Jeder am Tisch fühlt sich betroffen. Die Mutter stellt sich vor, ihre Tochter oder der Mann ist nicht vom Einsatz zurückgekehrt. Der Feuerwehrmann trauert um seine Kameraden und fragt sich: „Kann ich meinen Dienst noch ausüben?“ oder „Werde ich vielleicht meinen Kittel an den Nagel hängen?!“. Der Polizist kannte die Leute aus dem Stadtleben und denkt an die Angehörigen. Der Rettungsassistent denkt an die Kollegen, die bei der Wiederbelebung vergeblich Leben retten wollten. Die Betroffenheit ist groß an diesem Tisch.

Ein Bespiel, dass trotz guter Ausbildung und moderner Technik immer ein Risiko für die Einsatzkräfte bleibt. Anderen zu helfen war und ist die oberste Priorität aller Rettungskräfte. Manchmal geschieht dies auch unter Einsatz der eigenen Gesundheit oder sogar des eigenen Lebens.

Der Arbeitskreis Notfallseelsorge hat es sich dabei zur Aufgabe gemacht, Rettungskräften und Betroffenen nach schweren Einsätzen Beistand und Halt zu geben, um in Gesprächen die Einsatzsituation auch psychisch besser verarbeiten zu können.

Nach dem Gottesdienst traf man sich noch im Kirchgarten zu einem kleinen Umtrunk, den die Abteilung Calmbach der Feuerwehr Bad Wildbad organisiert hatte. Bei lauen sommerlichen Temperaturen hatte man sich viel zu erzählen, dabei stand der Austausch von Einsatzerfahrungen der unterschiedlichen Rettungskräfte im Vordergrund.

Aber auch die langjährigen Freundschaften und Kontakte, die über die Jahre gereift sind wurden an diesem Abend weiter vertieft. Für die Einsatzkräfte ist es gut zu wissen, dass man auf die Erfahrungen und Gesprächsangebote der Notfallseelsorge zurück greifen kann.
 


Bilder vom Gottesdienst sowie vom Umtrunk im Kirchgarten sind wie immer in der Bildergalerie zu finden.

 

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