Kaminbrand

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Einsatzort Details

Christophstraße
Datum 09.01.2024
Alarmierungszeit 17:39 Uhr
Einsatzende 00:45 Uhr
Einsatzdauer 7 Std. 6 Min.
Alarmierungsart Funkmeldeempfänger und Sirene
eingesetzte Kräfte

Wildbad
Sprollenhaus
Fahrzeugaufgebot   Kommandowagen  Drehleiter  Mannschafts Transportwagen  Tanklöschfahrzeug WB  Löschgruppenfahrzeug WB  Mannschafts Transportwagen Sphs  Mittleres Löschfahrzeug Sprollenhaus

Einsatzbericht

?  Ein Kaminbrand zog den wohl längsten Feuerwehreinsatz bezogen auf Kaminbrände in der Geschichte der Feuerwehr Bad Wildbad, zumindest in den letzten 4 Jahrzehnten nach sich. Rund 1-2 m hohe Flammen schlugen bei Eintreffen der FW aus dem Kamin. Erste Löschversuche konnten den Brand nur etwa auf der Hälfte des Kamines löschen, da der Kamin zwischenzeitlich vollständig dicht war. Im oberen Bereich des Kamines brannte es weiter. Die Feuerwehr kontrollierte fortlaufend in allen Stockwerken und dem Dachspeicher mit einer Wärmebildkamera den Brand und die Temperatur des Kamines. Nach mehr als einer Stunde war kein Flammenaustritt mehr am Kaminhut feststellbar.

Insgesamt drei Schornsteinfeger begannen den Kamin auszukehren. Mit zahlreichen Schuttmulden wurde Glanzruß aus dem Kamin entfernt. Der verschlossene Kamin wurde auch von oben gekehrt. Selbst mit einer Eisenkugel und einer Fallgranate war ein Durchstoßen des verschlossenen Kamines nicht möglich. Ein mechanisches Durchstoßen mit Stangen, Einreißhaken der FW brachte keinen Erfolg. Erst ein von unten eingesetztes Gerät zum Ausschlagen des Glanzrußes aus dem Kamin brachte den Durchstoß im Kamin. Den Einsatzkräften und Schornsteinfegern im Keller kamen immense Rußwolken entgegen, welche umgehend mit einem Hochdrucklüfter ins Freie gedrückt wurden.

Mit dem Ausschlaggerät musste der Kamin mehrfach von unten und oben bearbeitet werden. Mit der Wärmebildkamera wurde in den Wohnungen Temperaturen der Kaminwand von stellenweise hundert Grad gemessen. Es zeigten sich erste Blasenbildungen. Ein Brandschutz war bereitgestellt, musste aber nicht eingesetzt werden.

Allen eingesetzten Einsatzkräften ein herzliches Dankeschön für diesen langen Einsatz bei winterlichen Minustemperaturen.

Die Feuerwehr bedankt sich ebenso ganz besonders bei den drei anwesenden Schornsteinfegern, die hier wirkliche Schwerstarbeit leisteten.

Selbst diese hatten solch einen zugesetzten Kamin noch nicht in ihrem Berufsleben. Gemeinsam konnte das Brandereignis zwar mit Verschmutzungen aber ohne weiteren Brandschaden erfolgreich gemeistert werden.

 

 

Einsatzauswertung